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Viele Grüße! Constanze

Donnerstag, 28. Juni 2007

und weiter auf Süßkram-Test-Mission

Gestern abend haben Kathrin und ich einen kurzen Abstecher in die Shopping Mall gemacht. Dort kommt man um den Stand von Cinnabon nicht herum. Der ganze Gang duftet, stickt, naja riecht nach Zimt.
Wir haben da die hier so berühmten Cinnamon Rolls probiert: Warme Gebäckschnecken mit Zimtfüllung und süßer Vanillesauce. Die Sauce und der warme Teig waren lecker, ohne den penetranten Zimtgeschmack würde ich die Dinger lieben!

Heute auf der Arbeit haben Dirk, Kathrin und ich dann eine Kaffeepause gemacht: Erst gab's einen halben Bagel mit Nutella (schmeckt genauso wie in Deutschland), dann wurde der Automat der Nachbarabteilung geplündert:

Kathrin hat sich Pop Tarts ausgesucht. Ihr wisst schon, diese knäckebrotgroßen gefüllten Kekse, die man noch schnell im Toaster warm macht. Bei Philipp in Atlanta hatte ich ja schon die Zimt-Variante probiert, die mit Milch heute haben mir aber viel besser geschmeckt. Morgen gibt's noch welche mit Erdbeerfüllung. Aber die mit Abstand beste Sorte hab ich gerade im Internet entdeckt: Schaut euch das Bild an! Stars and Stripes! Die muss ich das nächste Mal im Supermarkt suchen!

Danach hat Dirk noch seine Cinnamon Roll aus dem Automaten in die Mikrowelle geschoben. Joah, die kommen geschmacklich sogar fast an die frischen von gestern ran. Nur dass hier Nutrition Facts auf der Packung stehen... 6g trans fat und mehr Kalorien als unser Mittagessen :-)

Aber alles in allem aber genug Zucker um die Energie für den Kampf gegen das Suppenkoma bereit zu stellen.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Amerikanische Schokolade...

Die gute Aldi-Schokolade, die ich neulich in Memphis gekauft habe, hatte seltsamerweise einen ganz niedrigen Dampfdruck, jedenfalls ist sie viel zu schnell aus dem Schrank verschwunden...
Und getreu meinem Motto hier, dass ich alles mal probiert haben muss, habe ich mir im Walmart letztens mein erstes Testobjekt amerikanischer Schokolade mitgenommen: eine Tafel Cadbury von Herschey's.
Natuerlich habe ich mir meine Lieblingssorte Traube-Nuss ausgesucht: "Fruit & Nut", hier allerdings mit Mandeln statt mit Haselnuessen. Die Verpackung schaut schon ganz ansprechend aus, nur umdrehen darf man sie nicht. Da lachen einen (wie auf fast allen Produkten hier) die Nutrition Facts an. Ich kann mich nicht erinnern, dass deutsche Schokolade Kalorien haette. Jedenfalls steht nichts drauf, oder?
Geschmacklich hab ich mir mehr erhofft - leider. Irgendwas machen die hier etwas anders als bei uns. Die Schokolade ist viel muerber und schmeckt nicht so voll wie die europaeische. Aber immerhin sind eine kleine Tafel 4 Unzen und das sind 113 Gramm!

Ach ja und wer jetzt denkt, dass ich mich vielleicht lieber nicht durch das ganze Schokoladen-Regal testen sollte, den kann ich beruhigen. Ich hab noch eine ganze Menge Platz in meinen T-Shirts. Wer's nicht glaubt, frage diesen netten Menschen, den ich neulich in Memphis kennengelernt habe...

Dienstag, 26. Juni 2007

Alligatoren! Swamp Tour bei New Orleans

Samstag hab ich den ganzen Tag ueber telefoniert. Das tolle ist, dass wir in den alten Praktikanten-Erbstuecken ein schnurloses Telefon gefunden haben. Mit dem kann ich draussen vor dem Apartment auf der Stufe sitzen und telefonieren. Da hab ich sogar etwas Tageslicht, im Apartment ist es naemlich ganz schoen dunkel.

Nachmittags sind wir nach New Orleans aufgebrochen. Gute 2 Stunden Fahrt, aber die Party auf der Bourbon Street ist das allemal wert. Holger und Kathrin, die schon 3 Stunden frueher gefahren sind, hatten schon im Hotel eingecheckt. Dirk, Matthias, Jim und ich haben uns kurz das (wieder nur fuer 4 Leute gebuchte) Hotelzimmer angeschaut, umgezogen und dann sind wir los Richtung Brewery. Da war ich ja schon bei unserem letzten Ausflug nach New Orleans und das Bier da kommt ziemlich nah an das deutsche heran. Leider kostet das Black Forest-Munich Style-Beer (besser nicht drueber nachdenken, was Muenchen und der Schwarzwald miteinander zu tun haben) 7,50 Dollar. Naja, aber Geld kann man ja bekanntlich nicht essen. Wir hatten uns die in den USA so beliebten Rabattcoupons ausgedruckt und konnten uns so auch das echt supergute Essen in der Brewery leisten. Ich hatte ein Tunfisch-Steak, medium - lecker!
Danach haben wir bei Pat O'Brien's den obligatorischen Hurricane Cocktail getrunken und noch einen und...
Ich glaub um 4:00 waren wir im Hotel. Vorher hatten wir sechs viel Spaß in den Live Musik Bars auf der Bourbon Street. Bis so frueh morgens war ich schon lang nicht mehr tanzen und feiern. Ich warte noch auf die Fotos von Matthias' Kamera.

Trotz der guten Betten im "Queen and Crescent" war der Morgen etwas zaeher (hab ein neues Wort gelernt: tough). Aufstehen. 6 Mann durch die Dusche schleusen. Puenktlich auschecken. Nachrechnen, ob wir eigentlich schon fahren koennen.
Erstmal ein Fruehstueck im Wafflehouse: Burger, Hush Browns (sowas wie Roesti), Kaeseomlett und Bacon fuer die anderen, Kaffee und Ruehrei fuer mich. Fuer "Mittagessen" war's mir echt noch zu frueh.

Mittags hatten wir eine Swamp Tour durch die Sümpfe vor Louisiana gebucht. Vor der Kueste ist ein breiter Streifen Sumpfland. Frueher war dieser Kuestenstreifen mehrere Kilometer breit, heute ist er durch die Flussbegradigungen und Trockenlegung ziemlich zusammengechrumpft. Schade, weil er einerseits Lebensraum fuer viele seltene Tiere und Pflanzen ist und schade auch, weil er als Pufferzone gedient hat, in der sich die Hurricanes austoben konnten.

So eine Swamp Tour gilt als eine der Attraktionen in der Gegend um New Orleans. Und es hat sich wirklich gelohnt, ich hab naemlich meine ersten Alligatoren in freier Wildbahn gesehen.
Auf einem offenen Boot sind wir durch die Gegend gefahren und haben uns von unserem Führer die Flora und Fauna erklaeren lassen. Naja, wir haben zumindest versucht, seinem tiefen Suedstaatendialekt einige Infos zu entnehmen. Die Landschaft ist schon beeindruckend, alles gruen, Baeume stehen im braunen, sumpfigen Wasser, die Gegend ist wirklich nur mit dem Boot zu erkunden.

Von diesen Touristenbooten gibt es ziemlich viele. Allein in den gut 1,5 Stunden, die wir unterwegs waren, haben wir noch 4 andere Tourboote gesehen. Von den vielen kleinen Privatbooten ganz zu schweigen.
Alligatoren gibt es da jede Menge. Die sind zum Teil echt riesig (der laengste war bestimmt vier Meter lang!), schaut euch die Fotos an! Angelockt werden sie - ganz amerikanisch - mit Marshmallows! Ja, richtig gelesen!
Marshmallows und HotDogs. Und wenn ich mir ueberlege, wieviele Boote da pro Tag vorbeikommen, weiss ich nicht, ob die Alligatoren ueberhaupt noch Hunger haetten, wenn wir da schwimmen gegangen waeren.

Aber das ist war schon echt beeindruckend, wenn wieder ein Alligator aus dem Wasser aufgetaucht ist und direkt neben dem Boot nach dem HotDog geschnappt hat. Unser Fuehrer hat die Alligatoren fast gerochen. Immer wieder hat er uns auf einen Alligator aufmerksam gemacht, von dem nur die Augenpartie zwischen den gruenen Algen auf dem Wasser herausschaute. Ich haette die ja fuer treibende Holzstuecke gehalten.
Der kleinste Alligator, den wir gesehen haben, war vielleicht einen halben Meter lang. Um ihn herum trieben noch viele Marshmallows von den Booten vor uns. Echt niedlich, das sah fast so aus, als ob die Marshmallows fuer ihn zu gross waeren!

Schildkroeten und viele Voegel (Reiher!) haben wir noch gesehen und unglaublich viele Libellen, die ueber dem Wasser und auch ueber unserem Boot geflogen sind.

Hier sind die besten Bilder.

Montag, 25. Juni 2007

Geburtstagsfeier am Strand

Ob Amerikaner ihre Geburtstage anders feiern, weiß ich zwar immer noch nicht, aber ich habe meinen hier richtig schön gefeiert.
Die ersten Glückwünsche kamen schon Donnerstag abend nach 17:00 (ab da ist's in Deutschland ja Freitag morgen): Ein FedEx-Man hat mich nach der Arbeit abgefangen, als wir gerade vor unserer Haustür aus dem Auto stiegen und mir einen großen Karton in die Hand gedrückt. Da irgendwas mit "Flowers" draufstand, hab ich das Paket lieber sofort geöffnet und einen Strauß Sonnenblumen von Rainer, Jupp, Phil und Susi ausgepackt. Wie schön der aussieht, seht ihr auf dem Bild im vorherigen Post. Da wir im Apartment keine Vase haben, hat Kathrin kurzerhand ihren Cocktailshaker umfunktioniert. Jetzt schmücken die Blumen unseren Wohnzimmertisch und strahlen mich jedes Mal an, wenn ich ins Apartment komme.

Freitag morgen hab ich ziemlich verschlafen das Päckchen aus Berlin ausgepackt, bevor wir das Auto mit allerlei Picknick- und Badezeug beladen haben und dann zur Arbeit gefahren sind. Eine logistische Herausforderung so früh am Morgen - oje! Zum Glück hatten wir Donnerstag abend schon das Essen, die Getränke und die verschiedenen Kühltaschen taktisch geschickt auf die verschiedenen Praktikantenhaushalte aufgeteilt. Trotzdem mussten wir nochmal kurz umdrehen, weil wir den Kuchen, den ich gebacken hatte, vergessen hatten.
Die Sitte, einen Kuchen mit zur Arbeit zu nehmen, wenn man Geburtstag hat, gibt es hier in den USA nicht, gegessen haben ihn die Kollegen trotzdem alle.

Direkt nach der Arbeit sind wir (Degussa-Praktikanten Holger, Dirk, Kathrin und ich und unser Kollege Jim) nach Dauphin Island an den Strand gefahren. Von der Degussa aus sind es ja nur 20 Auto-Minuten bis auf die Insel. Dort haben wir uns an den Strand gelegt, die Sonne genossen und im Meer gebadet. Ich hatte die Woche über schon immer kritisch die Wettervorhersage beobachtet, die sich nicht so richtig zwischen Gewitter und Sonne entscheiden konnte, aber es waren dann doch sonnige 32 Grad und relativ trockenes Klima.
Nach und nach sind dann auch die anderen deutschen Praktikanten Matthias, Tobi und Steffi und unsere Kollegen Ken und Ralf mit Familien eingetrudelt. Ken hatte eine Taucherbrille mit Schnorchel dabei, das musste ich natürlich gleich mal ausprobieren. Viele kleine Fische und eine Qualle!

Nach einem richtig schönen Strandnachmittag sind wir auf eine der Hütten umgezogen. Am Strand stehen drei überdachte Holz-Plattformen (ähnlich einer Terrasse), wie ihr sie auf dem ersten Bild oben hinter Tobi, Matthias und mir sehen könnt. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf das Meer und den Strand.

Am Abend vorher ist schon alle fleißig gewesen und haben Nudel- und Kartoffelsalat, Fleischspieße, Gemüsesticks und Dip gemacht, sodass wir ein richtig leckeres Picknick im Sonnenuntergang hatten - einfach herrlich!

Die anderen Praktikanten haben mir sogar einen Geburtstagskuchen und Geschenke mitgebracht: Ein selbstgemachtes Fotoalbum von unseren Ausflügen, ein Buch über New Orleans und die lokale Küche und Zutaten für Südstaaten-Gerichte.

Den wunderschönen Tag haben wir am Strand mit Blick in die Sterne ausklingen lassen. Toll!

Fotos gibt's hier. Da ist auch eines von dem fiesen rosafarbenem amerikanischen Geburstagskuchen dabei. Strawberry - artificially flavored!

Samstag, 23. Juni 2007

Geburtstag

Vielen Dank euch allen fuer die vielen lieben Glueckwuensche, Blumen und Geschenke per Mail, Post, ICQ oder auch hier in der Chatbox. Ich hab mich total gefreut, dass ihr alle an mich gedacht habt. *strahl*

Gefeiert hab ich gestern nach der Arbeit am Strand von Dauphin Island. Sonne, Meer, Picknick, Sonnenuntergang,... einfach traumhaft.
Nur schade, dass ihr nicht dabei sein konntet... gerade gestern ist ab und zu doch auch ein bisschen Heimweh und Sehnsucht nach der Familie und den Freunden hochgekommen...

Gleich geht's auf nach New Orleans: Party auf der Bourbon Street und am Sonntag dann eine Swamp Tour durch die Sümpfe vor Louisiana. Vielleicht seh ich dann endlich mal meinen ersten Alligator?!

Freitag, 22. Juni 2007

argh Klimaanlage

Gestern war so ein Mensch da, der den ganzen Vormittag an der Klimaanlage gearbeitet hat. Das Ergebnis: In unserem Buero geht sie wieder. Mist! Dabei hatten wir sie doch so gut ueberlistet!

Obwohl Dirk und ich sie schon auf Volldampf (80 Fahrenheit, also 27 Celsius) gestellt haben, ist es in unserem Buero wieder so kalt, dass ich trotz Bluse und Pulli kalte Finger hab. Von unserem Klimaanlagen-Spezialisten-Kollegen hab ich mir sein Thermometer ausgeliehen. Das zeigt seit heute Nachmittag konstant 24.3 Celsius, aber die Klimaanlage macht die Luft so trocken, dass es sich wie 18 anfuehlt.

Und draussen, da sind's gerade 32 Celsius und strahlender Sonnenschein. Seit gestern ist es auch nicht mehr so schwuel, sondern angenehm trocken. So richtiges Sommer-Sonne-Urlaub-Wetter - und ich frier hier drinnen!

Mittwoch, 20. Juni 2007

Emergency Drill

Gestern im Buero ist was aussergewoehnliches passiert:
Dirk und ich sassen im Buero und haben still vor uns hingearbeitet. Auf einmal haben wir eine Lautsprecherstimme auf dem Gang gehoert, die irgendwas unverstaendliches erzaehlt hat. Wir haben uns angeschaut und gefragt, ob das wohl fuer uns bestimmt war, haben uns dann aber relativ schnell darauf geeinigt, dass einer unserer Kollegen wohl gerade eine Telefonkonferenz hat und den Lautsprecher zu laut eingestellt hat. Draussen tobte ja ein heftiges Gewitter, das in den Bueros fuer viel Hintergrundgeraeusche sorgt.

Ich bin dann erstmal auf die Toilette gegangen, Kaffee wegtragen... Auf dem Rueckweg bin ich an unserem Sammelplatz vorbeigekommen, wo schon alle Kollegen standen und da hab ich in den Durchsagen auch "Emergency" verstanden. Wir haben schnell Dirk Bescheid gesagt, der noch immer im Buero gearbeitet hat.

Prof. Riemenschneider war nicht im Haus, deshalb war Ralf sein Stellvertreter. Er stand mit Ostfriesennerz, Funkgeraet und Liste bewaffnet im Flur, hat uns erst durchgezaehlt und dann ueber Funk gemeldet, dass "Engineering Building, 2nd Floor" vollstaendig ist und wir auf weitere Anweisungen warten. Niemand wusste so genau, ob das jetzt Training oder Ernst war. Vielleicht war der Sturm draussen ja doch mehr als ein starkes Gewitter?

Schliesslich kam aber die Aufloesung ueber Funk: Es war ein Emergency Drill, also ein Probealarm. Und weil das Wetter so duester war, mussten wir auch nicht zum naechten Sammelplatz (draussen) laufen, sondern durften gleich zurueck an die Arbeit.

Gut, dass das kein echter Alarm war! Bis Dirk und ich gecheckt hatten, was eigentlich los ist, war der ganze Spuk schon so gut wie vorbei.