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Viele Grüße! Constanze

Mittwoch, 11. Juli 2007

Kaffee mit und ohne Milchersatz

Ahh, jetzt trink ich meinen Kaffee eben wieder schwarz, das hab ich mir bei meinem ersten Praktikum bei der Degussa in Hanau ja auch angewöhnt.
Wieso?

1.) Die Milch, die wir Praktikanten uns normalerweise auf die Arbeit mitbringen, ist leer. Jaja, selber Schuld, ich weiß schon.

2.) Die kleinen Einmalpackungen Half-and-Half sind auch leer. Die sind zwar eigentlich auch keine Alternative zu echter Milch, aber besser als nix. Half-and-Half ist so ein Mix aus Sahne und Milch, keine Ahnung was genau.

3.) Das, was noch da ist, ist pulverförmiger Non-Dairy Creamer. Schmeckt nicht wie Milch und man braucht auch Unmengen, bis der Kaffee milchig aussieht. Und außerdem: Non-Dairy, was ist das denn überhaupt? Milchfreier Kaffeeweißer?!
Da kann ich meinen Kaffee auch gleich schwarz trinken.

Dienstag, 10. Juli 2007

mein Tag in Charlotte

Eigentlich war's ein richtig schöner Tag heute.
Heute morgen gab's Frühstück im Motel ("Continental Breakfast", also Blaubeermuffins mit Butter, Frischkäse und Marmelade). Hier noch ein Foto von meinem Motelzimmer - nur der Koffer mit Wechselklamotten fehlt...

Danach bin ich mit dem Airport-Shuttle zum Flughafen gefahren. Dort habe ich mir erstmal einen Boarding Pass für meinen Flug heute abend ausstellen lassen, sicher ist sicher. Damit habe ich dann schon mal einen Sitzplatz im Flugzeug, also gute Chancen auch nach Mobile zu kommen, wenn der Flug nicht wieder gecancelt wird. Am Schalter hab ich auch einen der Leidensgenossen von gestern getroffen, der ein anderes Hotel bekommen hatte. Sein Flugticket muss wohl einiges teurer gewesen sein als meines, dem Hotel nach zu urteilen. Nur dass sein Hotel kein freies Zimmer mehr hatte, als er gestern Nacht da war und er jetzt im Endeffekt in einem ranzigen Motel übernachtet hat. Der war vielleicht fertig!
Von meinem Plan den Tag in der Stadt zu verbringen konnte ich ihn nicht begeistern, er zog es vor den Tag am Flughafen zu verbringen und die Leute von US Airways anzumotzen. Na mal schauen, ob ihm das was genutzt hat. Immerhin hat er mir meinen Essensgutschein, der nur am Flughafen gilt, in 10 echte Dollar getauscht.
Im Motel hatte ich ja Internet und hatte morgens noch herausgefunden, dass Charlotte ein ÖPNV-System hat und ein Bus sogar stündlich den Flughafen bedient. Wie praktisch. 1,30 $ statt 20 $ für ein Taxi.

Den Tag habe ich mit einem Spaziergang durch die Stadt verbracht. Charlotte ist eine richtige Großstadt, Wolkenkratzer wie in Chicago. Aber mehr Grünflächen zwischendrin, richtig nett. Und ich hab noch nie so viele Amerikaner in Anzügen gesehen wie hier in Charlotte. Vielleicht liegt's auch daran, dass ich noch nie an einem Werktag zur Lunchtime in einer Stadt unterwegs war, die keine Touristenstadt ist. Bei uns in der Firma trägt jedenfalls niemand einen Anzug, hier in Charlotte kam ich mir in meinen verschwitzten Freizeit-Klamotten von gestern richtig schäbig vor.

Ich bin die eine Hauptstraße hoch und die nächste wieder runtergelaufen, hab zwischendurch was gegessen, ein Café mit W-Lan gesucht und nicht gefunden, und hab mich dann zum Mittagessen in einen Park gesetzt. Vielleicht ein bissl langweilig so alleine, aber eigentlich ein netter Tag.
Die Bücherei sah nett aus, draußen hingen Tafeln mit Zitaten. Und ein Ableger der Körperweltenausstellung ist gerade in Charlotte zu sehen. Mit den Leuten im Visitor Center hab ich ein Schwätzchen gehalten, die waren mal wieder ganz entzückt als sie hören, dass ich aus Deutschland bin. Und sie hatten tatsächlich von dem abgesagten Flug gestern gehört und fanden das eine tolle Idee, so einen Tag mit einer Tour durch die Stadt zu verbringen. Sie haben mich dann auch gleich mit einem Tourenvorschlag ausgestattet, nur dass ich die Hälfte der Dinge schon gesehen hatte.

Später am Nachmittag hab ich's nochmal bei US Airways versucht und zwar keinen Freiflug bekommen, aber immerhin erfahren, dass doch noch ein früherer Flug nach Mobile geht (17:36 statt 22:20). Auf den haben sie mich dann auch noch umgebucht.
Es war dann zwar etwas stressig den Bus zum Flughafen zu erwischen, aber ich hab's geschafft. Jetzt hab ich meinen Boarding Pass (die Säcke wollten mir doch tatsächlich nochmal 35 Dollar abzocken, bis ich ihnen erklärt hab, dass ich schon einen Tag auf den Flug warte...) und nun sitz am Gate. Noch steht der Flieger nicht da, obwohl wir seit 15 min boarden sollte. Naja, drückt mir die Daumen, dass der Flug stattfindet!

PS: Wir hatten zwar 20 min Verspätung, aber ich bin heil in Mobile gelandet. Im Flugzeug hab ich gleich Ansgar, einen neuen Degussa-Mitarbeiter getroffen, den ich schon mal in Hanau gesehen habe.
Am Flughafen hat mich Kathrin abgeholt, mein Gepäck war auch schon da (seit heute morgen...) und jetzt bin ich satt und müde.

Hier sind die Fotos aus Charlotte.

Montag, 9. Juli 2007

Pläne in Charlotte

So, ich hab gerade zum dritten Mal versucht den Customer Service anzurufen, aber die sind so überlastet, dass sie mich noch nicht mal in die Warteschleife aufnehmen. Ich denk mir gerade, dass ich jetzt vielleicht doch mal andere Leute den Weg ebnen lasse und es dort heute abend nochmal versuche... Vielleicht ist da ja doch noch ein Freiflug drin?
Jetzt brauch ich also einen Plan für den Tag. Bis heute abend um 10:00 mag ich jedenfalls nicht am Flughafen sitzen. Gleich muss ich aus dem Motel auschecken, dann war's das mit freiem Internet. Ich werde mich mal um einen Shuttle zum Flughafen kümmern und da meinen 10 $-Essensgutschein in irgendwas eintauschen, was mehr Kalorien hat als das Papier auf dem er gedruckt ist.
Und dann nehm ich mir im Zweifelsfall ein Taxi in die Stadt und schau mal was Charlotte so zu bieten hat. Immerhin soll es die größte Stadt hier in North Carolina sein.
Jetzt bin ich eigentlich ganz froh, dass ich keinen Koffer hab, denn mit dem wäre so ein Ausflug wohl kein Spaß.

Ich meld mich, wenn ich wieder Internet hab.

Flug gecancellt, ich sitz in Charlotte fest

Tja, so kann's gehen. Ich bin gerade auf dem Weg zurück nach Mobile, die Urlaubswoche ist vorbei und ich muss morgen eigentlich wieder arbeiten.
Ich komme aus Chicago und muss wieder mal in Charlotte umsteigen, wie ja auch schon auf dem Hinflug. In Chicago geht auch alles wie geplant, wir heben relativ pünktlich ab und landen mit nur 7 min Verspätung in Charlotte. Im Flugzeug noch sagen uns die netten Flugbegleiter die Gates für die Anschlussflüge durch: Mobile, Alabama, 22:20, Gate E8 - soweit so gut. Ich hab auch eine gute Stunde Aufenthalt, eigentlich dürfte das also alles kein Problem sein.

Eigentlich! Auf den Bildschirmen am Flughafen steht hinter meinem Flug "canceled"... Schei*** Das war doch der letzte Flieger nach Mobile für heute!
Ich laufe trotzdem mal zum Gate um nachzufragen. Am Gate weiß man noch von gar nichts. Auf meine Frage hin schauen sie aber mal im Computer nach und stellen fest, dass der Flug tatsächlich abgesagt ist. Wieso? Das weiß niemand. Also auf zum Special-Services-Desk. Da sind die Leute auch nicht schlauer, aber hilfbereiter und versuchen vieles, um mich und die anderen Fluggäste irgendwie nach Mobile zu schaffen. Leider sind die Maschinen Montag früh alle schon ausgebucht, genauso die Flieger nach Gulfport und Pensacola, den beiden Flughäfen, die je eine Autostunde von Mobile entfernt sind.
Nix zu mchen, kein Fluchen und Schreien, kein Bitten und Betteln hilft. Schlussendlich werden wir alle mit einem Hotel-Voucher und einem Essensgutschein über 10 Dollar für den Flughafen abgespeist. Wir dürfen noch wählen auf welchen Flug wir umgebucht werden wollen, ich nehme den nächsten nach Mobile: Montag abend um 22:20. Jetzt bin ich im Motel, ohne Koffer natürlich, denn der ist im Flughafen unter Verschluss und wird morgen in meinen Flieger nach Mobile gebracht...

Mal schauen, was der Tag morgen so bringt, ich versuch's locker zu nehmen.

Freitag, 6. Juli 2007

Independence Day

Sorry, komme gerade nicht zum Schreiben, aber dafür geniesse ich gerade meinen Urlaub.
Aber hier schon mal meinen neuen Lieblingsartikel aus dem Supermarkt: Chips extra für die Independence Day-Feierlichkeiten.

Dienstag, 3. Juli 2007

Montreal - Canada

Was fuer eine Stadt, ich bin ganz begeistert! Nach 2,5 Monaten in den Südstaaten bin ich zum ersten Mal seit langem wieder in einer richtigen Großstadt und dann auch noch einer französichen. Montreal ist ja in der kanadischen Provinz Quebec und die ist französich-sprachig. Und zwar so richtig, die Straßenschilder sind nicht zweisprachig sondern einsprachig.


Hansi ist seit Dienstag hier, weil er in den nächsten Monaten seine Studienarbeit hier an der McGill schreibt. Um die Großstadt beneide ich ihn schon ein bißchen. Nicht um das Wetter, das war mir eindeutig zu kalt, ich bin doch im Moment Temperaturen deutlich über 30°C gewöhnt, in Montreal war's durchgehend Klimaanalagen-Feeling: Irgendwas um die 20°C. Das erste Mal seit Deutschland, dass ich tagsüber draußen (also nicht im Büro) eine lange Hose und einen Pullover trage. Sogar meine Jacke kommt zum Einsatz, die hing in Mobile bis jetzt ungenutzt im Schrank.

Das Flair ist ganz anders als in Mobile: Wolkenkratzer und viele Menschen auf der Straße. Und dann das französich - einfach cool. Hier gab's mal wieder leckeres Essen: knuspriges Baguette, Quiche, morgens frische Croissants aus einer richtigen Bäckerei.
Und die Landschaft hier in Kanada ist auch ganz anders als im Süden der USA. Klar, wir sind ja auch über 2000 km weiter nördlich. Berge, Laubwälder, Schieferstein.

Später mehr, ich mag raus und mir die Stadt angucken!

Montag, 2. Juli 2007

Urlaub bis 8. Juli!

Eine ganze Woche lang Urlaub. Mit so einer Aussicht ging der Freitag echt schnell vorbei.
Nachmittags nach der Arbeit hat mich Kathrin zum Flughafen gefahren. Aber so richtige Urlaubsstimmung kam da noch gar nicht auf, eher Urlaubs-Ende-Stimmung. Im Mobile waren es nämlich gerade 35°C, strahlender Sonnenschein und wenig Schwüle, also richtiges Strandwetter.
Die kam dann am Flughafen auf. Mittwoch ist ja Independence Day, also Feiertag und da waren viele Leute schon Richtung Familie oder Urlaub unterwegs.
Klein wie Mobile ist, hab ich auf dem Flughafen gleich noch Jonah, einen Arbeitskollegen, getroffen, der gerade mit Frau und Kind nach Ohio unterwegs war.

Der Flug verlief problemlos. Morgens hatte US Airways noch Reisewarnungen für meine Strecke ausgegeben, weil über Charlotte, NC ein Unwetter tobte. Von den Thunderstorms hab ich abends aber nichts mehr mitbekommen, außer vielen Menschen, die anscheinend am Flughafen festsaßen, weil ihre Flüge tagsüber gecancelt worden waren, und die jetzt auf den Bänken schliefen.
Auf dem Flug nach Charlotte saß ein Mann neben mir, den ich zuerst für einen Europäer gehalten gehabe: Heller Anzug, blütenweißes langärmeliges Hemd, modische Krawatte - so sehen normalerweise nur die Deutschen aus, die auf Dienstreise in Mobile sind.
Wie sich später herausstellte, war er aber waschechter Amerikaner, allerdings aus Washington D.C. Nach einem Bachelor in Mikrobiologie und einem Ph.D. in irgendwas mit Chemie ist er zur Law School gegangen. Jetzt arbeitet er in D.C. als Patentanwalt. Da passte dann auch die Kleidung wieder.
Auf dem Anschlußflug saß ich neben einem Mann, den ich zuerst gar nicht verstanden habe, so komisch hat er sich ausgedrückt. Und auch er musste zuerst nachfragen, bis er meine Antwort verstanden hatte. Tja, da saßen dann ein brasilianischer Franzose und eine Deutsche nebeneinander und haben sich auf Englisch unterhalten. Auch das kommt vor... Ich hab's auch kurz auf Französich versucht, aber das war bei dem Fluglärm nicht so einfach.